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Die Welt der allerkleinsten Teilchen im Universum ist wie ein schöner Traum, oder wie eine ewige wilde Party: Alles ist möglich, die Gesetze des Alltags sind außer Kraft, doch wenn du danach greifen willst und genau hinschaust, zieht sich alles hinter den Schleier einer umfassenden Unschärfe zurück.

Gäste, die während des Internationalen Comic Salon 2026 ins ZAM kommen, erleben die fantastische Welt der Quanten, also der Elektronen, Protonen, Neutronen, Quarks und Photonen, folgerichtig aus mehreren Perspektiven:

Da ist die phantastische Quantenwelt im Comic – 26 Zeichnerinnen und Zeichner haben sie in Bildern und Sprechblasen erschaffen. Im Anschluß an einen Workshop zum Thema im vergangenen Herbst.

Da ist die Wissenschaft dahinter – die erklärenden Worte des Physikers Klaus Mecke, der zusammen mit Aura Heydenreich im Quantenjahr 2025 die Idee zum Projekt „Quantastische Comics“ hatte und den Workshop veranstaltete.

Und da ist schliesslich die Quantenlounge im ZAM Haupthaus, in der sich die Ausstellung als spielerisch-kunstvoller Eingriff in die Alltäglichkeit des Ortes erstmals materialisiert. Das Interieur des ZAM ist temporär überlagert mit mehr als hundert Seiten Comics. Dabei werden Teeküche und Sofa, Sitztreppe und Kühlschrank, Säule und Arbeitstisch buchstäblich verschränkt mit Ausstellungstafeln und sind lesbar als Display für die Bildgeschichten. Der Comic-Künstler David Füleki hat diese ungewöhnliche Konzeption begleitet und ausdrucksstarke Bilder für das Hyper-Abstrakte der Wissenschaft von den Quanten geschaffen.

Im Verlauf der Zusammenarbeit mit dem Ausstellungsteam entstand eine Besucherreise, die am Quanten-Tor mit dem Schrumpfen der Gäste auf Quanten-Größe beginnt, die sich mit dem erstaunt-amüsierten Blick eines augenscheinlich riesenhaften Mädchens (Gulliver-Effekt!) an der gegenüberliegenden Wand fortsetzt, die zur Begegnung mit der gleichfalls riesenhaften Katze aus Erwin Schrödingers berühmtem Gedankenexperiment führt, und die an der golden spiegelnden Foto-Wand mit seltsam unscharf gezeichneten Objekten (Quantenmechanik! Unschärfe!) zum Posieren und Selfies-Machen noch nicht endet.

Wem das alles nebulös vorkommt: Ausgerechnet mit einer echten Nebelkammer aus dem Erlangen Centre for Astroparticle Physics (ECAP) sehen Besucherinnen und Besucher im ZAM echte Quanten live in Aktion, und der mediale Zeitstrahl der Quantum History Wall liefert spannend aufbereitete Hintergrundinformation.

Und wenn es noch konkreter sein soll: In mehr als zwanzig Workshops, Mitmach-Angeboten, Führungen und Präsentationen, teilweise vorab zu buchen, überwiegend ohne Anmeldung zugänglich, lässt sich im ZAM die Vielfalt von Physik, Comic, Manga und Cosplay mit eigenen Händen, Augen und Ohren erfahren. Und wer für seinen Look am Festival ein Blinkie, Filzohren oder ein Lolita Headband braucht, ist gleichfalls richtig. Übrigens: Die neun Werkstätten des ZAM stehen allen Gästen des Comic Salon von 16 bis 19 Uhr kostenfrei offen, sei es für kleine Reparaturen am Outfit oder das Inspiriertwerden für große Projekte. Denn nach dem Festival ist bekanntlich ja vor dem Festival…